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THEMA: Neonazis
ORT: Berlin
ZEIT: 10. Januar 2004
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv / 4142 \

Neonazis marschieren gegen Landser-Urteil

Am Samstag den 10. Januar '04 marschierten nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 200 bis zu 500 Neonazis aus dem Spektrum der freien Kameradschaften unter massivem Schutz der Polizei durch Berlin/Lichtenberg. Anlaß war das Ende Dezember ausgesprochene Urteil des Berliner Kammergerichts gegen die Neonazi-Band Landser, die in nahezu allen Teilen der rechten Szene so etwas wie Kultstatus besitzt. Die Mitglieder der Band wurden zu mehreren Bewährungsstrafen u.a. wegen Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole, Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung verurteilt. Der Sänger und Texter der Band Michael „Lunikof“ Regener erhielt 40 Monaten Haft ohne Bewährung. Die Band Landser zeichnet sich in ihren Texten durch ein ausdrückliches Bekenntnis zum Nationalsozialismus aus, ruft zu Mord an Andersdenkenden, Ausländern, Juden und Homosexuellen auf. (weiter: siehe unten)


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Infostand der Lichtenberger Initiative gegen Rechtsextremismus am S-Bhf. Lichtenberg (Foto: Umbruch Bildarchiv #1126a) Kontrolle von Nazis am S-Bahndurchgang (Foto: Umbruch Bildarchiv #1125t) Rund um den U- und S-Bahnhof alles abgesperrt (Foto: Umbruch Bildarchiv #1126c) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1125v) Leittransparent der Nazis (Foto: Umbruch Bildarchiv #1125z) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1125s) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1126g) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1126b) Antifas am U-Bhf. Magdalenenstrasse (Foto: Umbruch Bildarchiv #1125r) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1125q) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1126d) Transparent am Rathaus Lichtenberg (Foto: Umbruch Bildarchiv #1125p) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1126e) Trommeln und Krach schlagen gegen die Nazis. Jugendliche vom Jugendtreff "Linse" und "Arche" im Rathaus Lichtenberg (Foto: Umbruch Bildarchiv #1126f) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1125w)
Die Demonstration begann am weitläufig abgesperrten U/S-Bahnhof Lichtenberg, führte über die Frankfurter Allee zum Rathaus Lichtenberg und endete wieder am Bahnhof Lichtenberg. Entlang der Strecke gab es kaum eine Möglichkeit für Antifaschisten näher an die Demonstration heranzukommen. Lediglich am U-Bahnhof Magdalenenstraße war eine Protestkundgebung genehmigt, zu der etwa 150 Personen kamen. Immerhin stellte die Bürgermeisterin von Lichtenberg (PDS) unter anderem Jugendlichen der Clubs "Linse" und "Arche" das Rathaus zur Verfügung, so daß die Naziparolen mit lauter Musik und Trommeln übertönt werden konnten.
Ernüchternd war auch bei dieser Demonstration die Eifrigkeit, mit der einzelne Staatshüter die Straße für den Fanclub von Rassenhatz und Gewalt gegen Andersdenkende freimachten. Zum Beispiel wurde einem Antifaschisten am Rathaus Lichtenberg beim Wegdrängen mal so nebenbei mit der Faust ins Gesicht geschlagen, obwohl der Demonstrationszug noch nicht mal in Sichtweite war .
(siehe auch: ausführlicher Bericht bei indymedia)

Aus Liedtexten der Band "Landser":
"...Wenn in der Nacht die Kreuze brennen, dann könnt ihr stinkenden Kaffer um euer Leben rennen..."
"...Irgendwer wollte den Niggern erzählen, sie hätten hier das freie Recht zu wählen. Das haben sie auch, Strick um den Hals oder Kugel im Bauch."
"... Gewalt, Gewalt, Gewalt, die nackte Gewalt, was anders ist, wird umgeknallt, Emanzenscheiße, alles Mist, Türken raus, ich bin Sexist..."

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