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THEMA: Umstrukturierung & Freiräume
ORT: Berlin
ZEIT: 14. März 2009
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv/ 65 \

"United we stay"

Unter diesem Motto demonstrierten am 14. März Tausende für den Erhalt linker Freiräume und gegen eine neoliberale Stadtumstrukturierung. Veranstaltet wurde das Freiraumwochenende von der autonomen „Wir bleiben Alle“-Kampagne und einem Bündnis aus 16 Wohn- und Kulturprojekten. Viele dieser Projekte sind in einer unsicheren Situation oder von Räumung bedroht. Die TeilnehmerInnen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, mit dabei u.a. auch 2 Hänger, die Clownsarmee, Artisten und Hochräder. Die Demonstration startete gegen 16 Uhr vom Hermannplatz und wurde auf der gesamten Wegstrecke von kreativen Aktionen begleitet.
An der Revaler Straße versuchte die Besatzung einer Polizeiwanne ein Haus zu stürmen, auf dessen Dach solidarische Feuerwerker ein Transparent entrollten. Daraufhin kam es zu ersten Auseinandersetzungen. Schunkelfreudige DemonstrantInnen versuchten die vor dem Haus parkende Polizeiwanne umzukippen. Anschließend teilte sich die Demonstration. Die Scheiben einer McDonalds-Filiale, einiger Autos sowie einer Bank wurden eingeworfen, ein Polizeiauto umgekippt. Gegen 18:38h rannten an der Kreuzung Frankfurter Allee / Petersburger Straße – laut Zeugenaussagen – ein Pulk Polizisten einen 32-jährigen Passanten um, er erlitt dabei eine schwere Kopfverletzung.
Für viel Stunk sorgte am Abend eine Buttersäure-Aktion in vier Friedrichshainer Restaurants in der Simon-Dach-Straße und in der Grünberger Straße. „Wir haben einige Cocktailtrinker und feine Schnösel aus den Bars vertrieben ... Dies ist keine Aktion gegen einzelne, sie richtet sich im gesamten gegen die Gentrifizierung und der damit einhergehenden Vertreibung aus unseren Wohnungen, Häusern und Wagenplätzen." (aus einer Erklärung im Aktionstage-Ticker)

Update: Es gab Unklarheit über die Schwere der Verletzung des 32jährigen. Mitarbeiter des Ermittlungsausschusses besuchten ihn im Krankenhaus und berichteten, daß er eine 20cm lange Platzwunde am Kopf davontrug. Der EA sucht weiterhin Zeugen des Vorfalls. Sie sind telefonisch erreichbar unter 030/6922222.

 


Fotos: Matthias von Hoff/Manfred Kraft/heba/Umbruch Bildarchiv

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