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THEMA: Antifaschismus
ORT: Berlin
ZEIT: 22. November 2003
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv / 4141 \
 

Silvio Meier Demonstration

Zum elften Mal jährte sich am 21. November 2003 der Todestag von Silvio Meier. Silvio lebte als Hausbesetzer in Friedrichshain und wurde 1992 von Neonazis ermordet. Im U-Bahnhof Samariterstraße in Berlin-Friedrichshain trafen er und zwei Freunde auf eine Gruppe von rechtsextremen Jugendlichen. Einer von ihnen trug einen "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein"-Aufnäher. Silvio und seine Freunde stellten ihn zur Rede und nahmen ihm den Aufnäher ab. Bei einer erneuten Begegnung mit den Neonazis zogen diese Messer und stachen auf Silvio und seine Freunde ein; er starb kurze Zeit später, zwei seiner Begleiter wurden schwer verletzt. Seitdem findet in Friedrichshain jedes Jahr eine antifaschistische Demonstration zur Erinnerung an ihn statt.
Am Samstag, dem 22. November 2003, beteiligten sich in Berlin-Lichtenberg und Friedrichshain mehr als 1.000 junge AntifaschistInnen an der jährlichen Gedenkdemonstration, die in diesem Jahr unter dem Motto „Keine Kneipen für Nazis – Antifa heißt Angriff!“ stand.
An den Schwerpunkten des antifaschistischen Protests auf der diesjährigen Route – dem BFC-Cafe in der Scheffelstraße sowie der Wohnung eines Anführers der neonazistischen „Kameradschaft Tor“ – wurde lautstark gegen Nazi-Strukturen im Kiez protestiert. Zum Abschluss der Demonstration auf dem Loeperplatz wurde am VdN-Denkmal mit einer Kranzniederlegung und mehreren Redebeiträgen der antifaschistischen Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus gedacht. (Fortsetzung siehe unten)




Foto: Kat Friedrich/Umbruch-Bildarchiv
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(Foto: Umbruch Bildarchiv #1121c) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1121b) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1121a) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1121e) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1121g) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1121h) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1121j (Foto: Umbruch Bildarchiv #1121k) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1121l) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1120y) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1120z) (Foto: privat #silvio)

Die Polizei begleitete die Demonstration mit einem massiven Aufgebot von mehreren hundert Beamten. Nach Flaschenwürfen zahlreicher DemoteilnehmerInnen auf das immer wieder von Neofaschisten als Treffpunkt genutzte „BFC-Cafe“ in der Scheffelstraße, ging die Polizei mit massiver Gewalt gegen die gesamte Demonstration vor. Mehrere Personen wurden verletzt; laut Angaben des Berliner Ermittlungsausschuss nahm die Polizei 15 Personen fest.

Ein Sprecher der [ALB] erklärte: „Wir freuen uns, dass sich vor allem so viele Jugendliche an dieser Demonstration beteiligt haben. Wir sind der Meinung, dass offensive Antifa-Aktionen wie bei der heutigen Silvio-Meier-Demonstration gegen das BFC-Café auch weiterhin eines der wichtigsten Mittel im Kampf gegen Rechts darstellen.“

Auf der Demonstration wurde zusätzlich von der Antifaschistischen Linken Berlin darauf hingewiesen, dass mehrere Neonazi-Gruppen aus Friedrichshain und Lichtenberg – z.B. die Kameradschaft Tor – zu den Organisatoren eines neofaschistischen Aufmarsches am 06. Dezember 2003 von Rudow nach Schöneweide gehören. Zahlreiche Gegenaktionen werden derzeit gegen diese rechtsextreme Provokation vorbereitet, so unter anderem eine antifaschistische Demonstration ab 10 Uhr am U-Bhf. Zwickauer Damm.
Quelle: Antifaschistische Linke Berlin [ALB]


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