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THEMA: Mc Kinsey - soziale Proteste
ORT: Berlin
ZEIT: 27. August 2004
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv/ 361 \
 

Rent a city - Mc Kinsey feiert in Berlin

Am Freitag, den 27. August '04 feierte das weltgrößte Beratungsunternehmen in Berlin sein Firmenjubiläum. Bescheiden wie der neoliberale Konzern nunmal ist, wurden dafür gleich mehrere Museen und öffentliche Gebäude im Stadtzentrum Berlins für geschlossene Veranstaltungen angemietet. Mit einem riesigen Festessen beglückte McKinsey und Company 5000 geladene Gäste aus aller Welt und nahm selbst den Dom und den Palast der Republik dafür in Beschlag. Bischof Huber und Wirtschaftsminister Clement stellten sich als Laudatoren zur Verfügung. Unter dem Motto "McKinsey in die Hummersuppe spucken" sammelten sich das Berliner Sozialbündnis, StudentInnen der Humboldt-Uni, Aktivisten von ACT! und ATTAC um gegen die recht dekadent anmutende "Geburtstagsfete" zu protestieren. (weiter: siehe unten)



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Fotos: KaGra//Umbruch-Bildarchiv
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"Wir müssen leider draußen bleiben" vor der Humboldt-Universität Foto: Umbruch Bildarchiv #1153a) Bevorzugte Behandlung von nicht geladenen Gästen. Foto: Umbruch Bildarchiv #1153b) Vorm Kronprinzenpalais. Foto: Umbruch Bildarchiv #1152u) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1152v) Der Hochsitz ist Teil der Großplastik "RefleCity", die von McKinsey gesponsert wurde. Foto: Umbruch Bildarchiv #1152w) "Sturm" auf das Kronprinzenpalais. Foto: Umbruch Bildarchiv #1152x) Foto: Umbruch Bildarchiv #1152y) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1152z)
McKinsey & Company streicht millionenschwere Honarare ein, um Unternehmen, aber auch Regierungen und Organisationen beizubringen, ökonomisch effizienter zu arbeiten. Die Folgen dessen liegen auf der Hand: wegrationalisierte Arbeitslose, sinkende Löhne, verschlechterte Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt die neoliberalen Ergüsse aus Hartz IV.
Um dem Anlaß des 40-jährigen Bestehens der deutschen Filiale auch angemessen zu begegnen, wurde gleich mal die halbe Stadt zwischen Brandenburger Tor und Berliner Dom gemietet und ausschließlich handverlesenen Gästen zur exklusiven Verfügung gestellt.
Wieviel dafür gezahlt wurde, wurde nicht verraten. "Über Geld reden wir nicht öffentlich", so die Unternehmenssprecherin.
Ab 19 Uhr 30 wurde gespeist: Im Opernpalais, im Deutschen Historischen Museum, im Kronprinzenpalais und anderswo, je nach Laune "Wellness Food der Jungen Wilden", "Traditionelle Berliner Küche", "Currywurst" oder auch "Mediterran"...
Nicht so erwünscht waren hingegen diejenigen, die existenziellere Sorgen haben als die Frage nach den passenden Armani-Schuhen.
Als kleiner Trost für Manche/n blieben zumindest die Krümel des Überfußes aus den Mülleimern unter den Linden.
Dass sich der Pöbel nicht vielleicht doch noch am Buffet vergreifen könnte, dafür sorgte die "fürsorgliche" Begleitung durch die Berliner Polizei. Trotz schlechtem Wetter und kurzer Mobilisierung kamen abends knapp 200 Menschen zusammen und versuchten einen Sturm aufs Dinner im Kronprinzenpalais - eine bunte Bereicherung angesichts der Übermacht der WeißschirmträgerInnen.
Her mit dem schönen Leben und zwar für alle! - KaGra -

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