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THEMA: Blockupy
ORT: Berlin
ZEIT: 2. September 2016
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv / 361 \

Blockupy in Berlin - Organisieren Blockieren Streiken.
Das Leben ist zu kurz für Kapitalismus

Für den 2. und 3. September 2016 hatte das Blockupy Bündnis zu einem antikapitalistischen und antirassistischen Aktionswochenende in Berlin aufgerufen. Rund 1000 Menschen beteiligten sich am Freitag an Protesten gegen das Ministerium für Arbeit und Soziales in der Wilhelmstraße. Mit einer Blockade sollte einer der zentralen Orte markiert werden, in denen Verarmungs- und Ausgrenzungspolitik gestaltet wird.
Die Demonstranten hatten sich am frühen Morgen am Potsdamer Platz und am Gendarmenmarkt versammelt, um nach einer kurzen Kundgebung Richtung BMAS zu ziehen. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war, hatte das Areal weitläufig abgesperrt und versuchte die Demozüge schon am Kundgebungsort zu stoppen. Dabei setzte sie Faustschläge, Tritte und auch Pfefferspray ein. Trotzdem sickerten beide Demozüge durch ihren schnellen Aufbruch an den Polizeikräften vorbei und stießen bis zum Ministerium vor. Dort gab es an verschiedenen Stellen Sitzblockaden. Zeitweilig kesselte die Polizei größere Gruppen ein, themengerecht und ungewollt punktgenau auch vor dem Finanzministerium. Nach Angaben von Blockupy gab es am Vormittag etliche verletzte DemonstrantInnen und über 50 Ingewahrsamnahmen.
Auch an anderen Orten in der Berliner Innenstadt gab es Protestaktionen. So z.B. am Jobcenter Müllerstraße im Wedding oder am Hauptbahnhof Berlin. Dort wurde für über zwei Stunden ein Transparent ("Gemeinsam kämpfen gegen Rassismus und Sozialabbau") über dem Haupteingang installiert, bevor es von der Polizei entfernt werden konnte. Am Abend zogen 700 bis 1000 Menschen vom Roten Rathaus vor die Vertretung der Europäischen Union, um gegen die Zusammenarbeit der EU mit der Türkei zur Abwehr von Geflüchteten zu demonstrieren.

"Nach dem Rechtsruck in Europa, nach dem dem Aufstieg der AfD, nach Tausenden Toten im Mittelmeer, nach Abschiebungen, nach den jüngsten Verschärfungen von HartzIV haben wir heute deutlich gemacht: Wir lassen die soziale Frage nicht rechts liegen. Wir stellen uns gegen ein neoliberales Europa, welches mit Spardiktat und Verschärfungen am Arbeitsmarkt Millionen weitere in Armut und Unsicherheit treibt. Wir stellen uns zugleich gegen rechte Mobilisierung, die mit Rassismus die Spaltung weiter forciert. Obwohl wir keine europäische Mobilisierung angekündigt haben sind auch Freundinnen aus Italien, Polen, Spanien, Tschechien und Frankreich mit auf der Straße gewesen. Das zeigt: Wir stehen für ein solidarisches Europa." (aus der Pressemitteilung von Blockupy)

 



Fotos: heba, Oliver Feldhaus
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