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Besuch im Erstaufnahmeheim Jena-Forst.

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THEMA: Antirassistisches Grenzcamp
ORT: Jena, Thüringen
ZEIT: 12. Juli - 19. Juli 2002
 

Lothar Späth - aufsteh'n Abschiebung

"Die Buschtrommeln sollen schon in Afrika signalisieren:
Kommt nicht nach Baden-Württemberg, dort müsst ihr ins Lager".

(Lothar Späth, Ende der 80er Jahre)

Etwa 100 TeilnehmerInnen versammelten sich zum Ende des fünften antirassistischen Grenzcamps in Jena vor der Privatresidenz von Lothar Späth, um dem ehemaligen Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten einen Abschiebebescheid zuzustellen.
("Busch"-)Trommeln sollten den Politiker in seiner nur etwa zehn Minuten vom Camp entfernten Villa wecken, nur dieser hatte sich - wie gemunkelt wurde - bereits aus Thüringen abgesetzt. Die campbehördliche Maßnahme ist hier auf Video festgehalten. Wegen des schlechten Megaphontons ist das vor Späths Haus vorgetragene Schreiben der Abschiebebehörde untenstehend im Faksimile dokumentiert.

Auszüge aus der Abschiebungsbegründung:
"Lothar Späth ist seit 1991 Chef der Jenoptik, ein Unternehmen, das weit über Thüringen hinaus nicht zuletzt ein Inbegriff für moderne optronische Waffentechnik ist. Späths Aufgabe bestand Anfang der 90er darin, mit Subventionsgeldern in Höhe von 3,6 Milliarden DM die Jenoptik zu "sanieren". Nebeneffekt dieser Tätigkeit waren 20 000 Arbeitsplätze, die wegrationalisiert wurden. Lothar Späth steht mit seinen Aktivitäten in Politik, Wirtschaft und Medien für eine Verwertungslogik, die rassistische Ausgrenzung und soziale Entrechtung verknüpft. Er fordert "flexible Tarifverträge" und meint die Etablierung von Niedriglohnsektoren. Er spricht sich für Greencards aus, sofern die wirtschaftliche Brauchbarkeit gegeben ist. Seinen Eignungstest für die Rolle des Wirtschafts- Arbeits- und Aufbau Ost-Ministers im sogenannten Kompetenzteam um Edmund Stoiber hat er insofern mit Auszeichnung bestanden. Die Tatsache, auf der einen Seite im Waffengeschäft beteiligt zu sein und damit entsprechendes Material für Krisengebiete zu produzieren, und andererseits vehement gegen Menschen zu hetzen, die aufgrund von Krieg, Vertreibung und Armut fliehen, stellt für ihn offensichtlich keinen Widerspruch dar."

 
Video: Umbruch Bildarchiv

Klicke auf das obenstehende Bild und siehe
ein Flash-DSL-Video. (4'27 Min.)

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Weitere Informationen:

  • Artikel und Bilder bei Indymedia
  • Berichte von den Aktionen rund um das Grenzcamp in Jena KanalB.
  • Webjournal bei nadir zum Grenzcamp 2002 in Jena
  • Grenzcamp vom 19.-28. Juli in Strasbourg
  • Crossover Summer Camp in Cottbus vom 3.-11. August 2002
  • Land in Sicht-Tage in Hamburg 16.-22. August 2002
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