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THEMA: Umstrukturierung
ORT: Berlin
ZEIT: 27. April 2012
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv / 65 \

Wir bleiben alle!

Mehrere hundert Menschen beteiligten sich am Freitag den 27. April 2012 an einer Demonstration durch Prenzlauer Berg und Mitte gegen Kulturkahlschlag und den Erhalt alternativer Projekte in Berlin. Zunächst gab es vor dem Kulturhaus Wabe am Thälmannpark ab 15 Uhr ein Rahmenprogramm mit Kleinkunst, Musik und Vokü. Die anschließende Demonstration für den Erhalt kultureller und sozialer Einrichtungen; gegen die Vertreibung alternativer Wohn- und Kulturprojekte, gegen Mietexplosion und für die Selbstorganisation der MieterInnen, führte vorbei am Mauerpark, der KVU in der Kremmener Straße und dem Hausprojekt Linienstraße 206 und endete am Rosenthaler Platz.

Aufruf zur Demonstration
"Die gallischen Dörfer in Mitte und Pankow rufen auf, sich solidarisch und gemeinsam mit allen BewohnerInnen Berlins der Verdrängung und den Sozialkürzungen entgegen zu stellen. Es ist höchste Zeit selbst aktiv zu werden, denn die Vergangenheit hat mehr als bewiesen, dass wir von den politischen Verantwortlichen dieser Stadt nichts zu erwarten haben. Durch ihre fehlgeleitete Stadtentwicklungspolitik und dem Ausverkauf von Grundstücken und Häusern wurde SpekulantInnen und InvestorInnen Tür und Tor geöffnet , die unsere Stadt nach und nach in eine tot-gentrifizierte Wüste verwandeln.
Die kompromisslose Verwertungslogik und Kommerzialisierung diktiert den BewohnerInnen das alltägliche Leben und wer sich das nicht mehr leisten kann, soll gehen. SeniorInnen müssen ihren Kiez verlassen, obwohl sie dort Jahrzehnte gelebt haben, Jugendliche suchen vergebens nach Freiräumen. Nachtleben? Fehlanzeige. Clubs werden durch beschwerdefreudige NachbarInnen verdrängt, selbst Spätis werden als Störfaktor empfunden. Über 30000 Hartz IV EmpfängerInnen in Berlin zahlen jetzt schon zu, um sich ihre Wohnungen weiter leisten zu können und es werden immer mehr! Nicht die BewohnerInnen, sondern die Entwicklungen auf dem kapitalistischen Wohnungsmarkt entscheiden wo wir wohnen, wie wir wohnen und ob wir überhaupt wohnen können! (...) Tun wir uns zusammen, nutzen wir unsere Unterschiedlichkeit als Stärke, denn Berlin war, ist und bleibt eine
widerständige Stadt!

Wir lassen uns nicht verdrängen!
Wir sind diejenigen, die wissen wie die Stadt in der wir leben wollen gemacht wird!
Wir nehmen es nicht hin, dass der Kampf für beendet erklärt wird!
Für den Erhalt aller kulturellen und sozialen Einrichtungen in Pankow.
Gegen die Vertreibung alternativer Wohn- und Kulturprojekte in Mitte.
Gegen Mietexplosion und Zwangsumzüge.
Für die Selbstorganisation der MieterInnen."


 



Fotos: Andreas/heba/Umbruch Bildarchiv
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