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THEMA: Castortransport
ORT: La Hague/Wendland
ZEIT: 7.-9. November 2004
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv / 614 \

Castorzug überrollt AKW-Gegner

Nachdenken, Trauer und Wut über den Tod des 21-jährigen Sébastien Briat begleiteten die diesjährigen Proteste gegen den Castorzug von La Hague nach Gorleben. Sébastien hatte sich mit Freunden bei Avricourt (Frankreich) hinter einer Kurve an der Bahnstrecke angekettet und wurde von dem mit 80 Stundenkilometer fahrendem Castorzug überrollt. (Stellungnahme der Gruppe, die Sébastien begleitet hatte) In zahlreichen Städten versammelten sich spontan tausende von AtomkraftgegnerInnen, in Hitzacker und Splietau fanden Trauerkundgebungen statt.
Zum ersten Mal seit Jahren waren sowohl die Nord- als auch die Südstrecke von Dannenberg nach Gorleben vollständig blockiert. Bei Langendorf hatten Bauern schon frühzeitig rund 30 Trecker ineinander verkeilt, die Polizei entdeckte eine Wasserlanze, mit der die Straße unterspült werden sollte. (weiter: siehe unten)


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Fotos: Umbruch-Bildarchiv
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Gleisblockade bei Harlingen (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159a) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159b) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159c) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159d) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159e) Hemmschuh am Bahngleis (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159f) Nicht herunterzubekommen war dieser Baumbesetzer (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159g) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159h) Zahlreiche Baumbarrikaden rund um die Bahnstrecke bei Harlingen (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159i) Blockade in Groß Gusborn (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159j (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159k) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159l) Treckerstartversuche (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159m) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159n) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159o) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159p) Der Weg wird freigemacht, um die Trecker rauszufahren (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159q) ACAB ("All Cops are bastards") Punks bei der Polizei (Foto: Umbruch Bildarchiv #1160b) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159r) Gegen fünf Uhr Morgens wird die Blockade in Groß Gusborn vollständig geräumt (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159s) Schmerzhafte Griffe in Augen und Mund bei der Räumung (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159t) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159u) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159v) Menschen- und Treckerblockade bei Langendorf (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159w) Trauer um Sébastien Foto: Umbruch Bildarchiv #1159x) Blockade bei Langendorf Foto: Umbruch Bildarchiv #1159y) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1159z) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1160a)

Bei Groß Gusborn blockierten 10 Trecker und bis zu 1000 Menschen die Straße. Die Polizei hatte erhebliche Probleme, die neueren, computergesteuerten Trecker von der Straße zu bekommen. Obwohl sie wohl eher Besonnenheit demonstrieren wollte, ging sie bei den Straßenräumungen zum Teil recht ruppig vor. Es gab 16 Verletzte.
Die spektakulärste Aktion gab es in Quickborn auf der Nordroute, wo sich fünf Landwirte an einen Betonklotz hinter einem Trecker verkettet hatten. Spezialisten der Polizei gaben es nach 4 Stunden auf, sie loszumachen. Auch für die kurze Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg brauchte der Castorzug mehrere Stunden. Bei Harlingen hatten sich etwa 200 CastorgegnerInnen auf die Schienen gesetzt. Im langgezogenen Waldstück waren überall Kleingruppen unterwegs, denen es trotz massiver Polizeipräsenz gelang auf die Bahngleise zu kommen. An verschiedenen Stellen tauchten neuentwickelte Gleishemmkrampen auf, die von Atomkraftgegnerinnen in sekundenschnelle angebracht wurden.
Bundesweit waren 15.710 Beamte im Einsatz, der ganze Transport kostete 21 Millionen Euro.

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