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Hungerstreik für AbschiebestoppVon Samstag, den 19. Juni '04 bis Dienstag, den 22. Juni, protestierten
über 70 Flüchtlinge mit einem Hungerstreik auf dem Berliner
Gendarmenmarkt gegen die Abschiebepraxis und die Verfolgung der togoischen
und kamerunischen Exilopposition durch den deutschen Staat. Unmittelbarer
Anlaß waren jüngste Sammelabschiebungen per Charterflug
in die Kriegs- und Krisenregion Westafrikas, insbesondere nach Togo,
in die Diktatur des Generals Eyadéma, und nach Kamerun, in
das despotische Regime des Präsidenten Biya. |
Fotos: ari/fadl/Umbruch-Bildarchiv |
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Der Platz auf dem Gendarmenmarkt wurde gewählt, weil am 21. und 22. Juni '04 in unmittelbarer Nähe das "4. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz" stattfand, das vom UNHCR Berlin und der Evangelischen Akademie veranstaltet wurde. In einer Presseerklärung machten die Hungerstreikenden darauf aufmerksam, dass Flüchtlingen keine andere Wahl mehr bleibe, als sich in selbstorganisierte Flüchtlings- und Schutzlager zu flüchten. Sie erinnern an das große Protest- und Schutzzeltlager von mehreren hundert Roma-Familien im Jahr 2002 in Nordrhein-Westfalen, das aus der gleichen Not heraus entstanden war. Die Hungerstreikenden waren der sehr wechselhaften Berliner Witterung
(Platzregen, Sonne, Gewitter, Sturm) Tag und Nacht fast schutzlos ausgeliefert,
weil letztendlich auch das Oberverwaltungsgericht Berlin das Aufstellen
von Zelten untersagt hatte. |
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